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Dienstag, 22. Januar 2019

Hua Hin - Sai Noi Beach + zurück

 

Ich schaue aus dem Seitenfenster von Renates und Thierns Leih-Pkw. Hua Hin liegt schon ein paar Kilometer zurück und so sehe ich hier Palmen, viel Busch, Tümpel und überhaupt viel Feuchtgebiet. Hie und da mal mitten drin eine kleine menschliche Ansiedlung.

 

Wir sind unterwegs Richtung Süden und wollen zum Sai Noi-Beach. Dieser Strand liegt abseits der Hauptrouten am Fusse einer Hügelgruppe.

Schon einige Kilometer sind wir von der Hauptstraße runter und auch jetzt biegen wir links ab. Geradeaus ist für Normalsterbliche gesperrt. In den Hügeln hat sich der heutige König eine "Hütte" gebaut, die vom Militär streng bewacht wird.

Naja, "Hütte" ist eine sehr bescheidene Bezeichnung für ein wohl palastähnliches Anwesen.

 

Sei's drum - denn just in diesem Moment stoppt Thiern am Ende einer Stichstraße und wir blicken geradewegs auf den Golf von Siam.

 

Es ist ein fast schon intimer Strand begrenzt durch zwei nackte Felsformationen.

 

Irgendwo - 30 km südlich von Hua Hin

Natürlich, auch hier gibt es Touristen durch ein kleines, in der Nähe liegendes Resort. Doch ihre Anzahl ist begrenzt, so begrenzt wie die Gesamtzahl der Strandbesucher.

 

Längs des Strandes, etwas oberhalb, säumt eine Reihe höherer Bäume den Sandstreifen und spendet herrlichen Schatten vor der heute sehr intensiven Sonne. Klar, auch schattenlose Stellen gibt's genügend für all diejenigen, die sich gerne bruzzeln lassen möchten.

 

Wir mieten uns Liegestühle für je BHT 100,--/Nase, schmeissen die Klamotten von uns und stehen einen Moment später bis zu den Knien im herrlich warmen und weichen Meerwasser.

 

Nur noch ein Schritt vorwärts und wir sollten mit den Schwimmbewegungen beginnen -

hier fällt der Strand sofort in tieferes Wasser.

 

Puh, viel salziger schmeckt das Wasser hier im Vergleich zu unserem Salzwasser im Pool. Dafür trägt es uns einfach noch besser.

 

So lege ich mich auf den Rücken, strecke alle Glieder von mir und lasse mich, den Blick ins unendliche Himmelblau gerichtet, treiben.

 

Ohne Worte...

 

Herrlich frisch schmeckt danach das kühle Wasser gerade geöffneter Kokosnüsse und löscht ganz hervorragend den Durst.

 

So dösen wir alle, völlig entspannt, vom Mittag in den Nachmittag.

 

Es ist 14.30 Uhr, der Magen knurrt vernehmlich. Die Speisekarte ist simpel und unsere Bestellung damit ebenfalls. Je ein Tellergericht - ihr wisst schon!

 

Der Bratreis, nur mit Gemüse, wird uns direkt an unseren Liegestühlen serviert und schmeckt mal wieder einfach köstlich. 

 

Merke: Viel braucht der Mensch wirklich nicht um glücklich zu sein!

 

Auf dem Nachhauseweg legen wir noch einen kurzen Einkaufsstop ein. Links der Straße, etwas zurückgesetzt und damit ziemlich versteckt, befindet sich ein richtiger Bauernmarkt.

Bauernmarkt

 

Große Sonnensegel/schirme decken die Stände, sperren die Sonne aus, vermitteln damit eine fast heitere Atmosphäre und Touristen verirren sich hierher nicht.

 

 

Alles liegt hier fein geordnet, frisch und knackig und animiert uns zu einem umfassenden Einkauf von Obst und Gemüse.

 

Dagegen wirkt der Markt in HuaHin Stadt düster, unordentlich und schmutzig.

 

Abgesehen davon ist auf diesem Markt alles um ca. 1/3 günstiger.

 

 

Helge ordert und Frank schleppt und schwer bepackt erreichen wir unser Apartment im CondoChain.

 

 

Angekommen schmeissen wir den Einkaufskrempel erstmal in die Ecke. Jetzt muss sofort die Salzkruste runter von unserer Haut. Und so liegt nichts näher als ein Sprung in den Pool und eine darauf folgende Süsswasserdusche.

 

Ermattet von diesem doch sehr "anstrengenden" Tag greife ich mir ein kühles Singha und lege anschließend meinen Astralkörper in den Liegestuhl auf unserem schattigen Balkon.

 

 

Donnerstag, 24. Januar 2019

Hua Hin

 

Chinese New Year 2019 am 5.2.2019 wirft seine Schatten!

 

Vorzeichen..............

Dienstag, 5. Febr. 2019

Hua Hin - Chinese New Year

 

Über Chinese New Year habe ich mich bereits zweimal ausführlich ausgelassen. Wen's

interessiert, der kann sich unter den nachfolgenden Links informieren:

 

- Vietnam II - 18.2.2015

 

- Thailand V - 28.1.2017

 

Dem ist eigentlich nichts weiter hinzu zufügen. Nur eines - es wurde wenig geballert

und ein Feuerwerk konnten Helge und ich auch nicht sichten. Offensichtlich haben die Thais in diesem Jahr andere "Sorgen".

 

Nun denn.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Sai Noi Beach - Monsoon Valley

 

Badetag - kein Badetag!

 

Seit Tagen lief ein weiterer Badetag an "unserem" Strand durch unser aller Köpfe.

Doch Thiern und Renate hatten andere Termine wahrzunehmen.

 

Nun heute, Mittwoch, stehen wir gemeinsam am 

Sai Noi Beach und wundern uns ein wenig, daß hier sowenig los ist.

Prima denke ich, denn grosses Publikum muss ich auch beim Baden nicht unbedingt haben.

 

Gebannt blicken wir auf's Meer. Von dort rollen gewaltige Wellenberge auf die Küste zu.

Nachdem der Strand hier nur schmal ist und gleich in tiefes Wasser abfällt, stellt sich diesen Wassermassen weiter draussen nichts entgegen und so klatschen sie mit Donner, Groll und heller Gischt direkt vor uns auf den Sandstrand.

 

 

Wer bei diesen Bedingungen hier schwimmen möchte, der sollte wirklich Schwimmen können. Raus kommt nur der, der die Wellenberge untertauchen kann, um sich anschliessend dem fahrstuhlähnlichen Auf und Ab der Wellen hinzugeben.Ich muss gestehen, das macht mich dann schon an.

 

Doch meine drei Begleiter winken ab. Sie haben längst entdeckt, daß am Strand heute keine Liegestühle und Sonnenschirme aufgestellt stehen.

 

Mittwoch, schiesst es mir durch den Kopf, denn an diesen Tagen ist per Gesetz jegliches Gewerbe an thailändischen Stränden verboten.

 

Also, keine Liegestühle, kein Schatten und dazu noch diese Brecher!

 

Was nun?

 

Anlässlich unseres letzten Hua Hin Aufenthaltes waren wir schon einmal, einen

wundervollen halben Tag lang im Monsoon Valley.

 

So schlage ich dies vor und die Antwort ist einstimmig positiv.

 

Monsoon Valley ist eigentlich eine Winery. Das Restaurant dort liegt ganz wundervoll am Hang. Es ist völlig offen gestaltet. Türen gibt es bis auf den Küchen- und Toiletten-

bereich keine und die paar Wände sind aus Glas.

 

Der Restaurationsbereich umschliesst die Küche und den Empfang durch zwei, in der Höhe und Tiefe gestaffelten, Balustraden. So sitzt ein jeder Besucher eigentlich im Freien, doch vor der Sonne geschützt, mit ungehindertem Blick ins Tal und auf die dortigen Rebflächen.

 

 

Monsoon Valley - Restaurant

 

Jetzt ist es 13.00 Uhr und die Thermik erfrischt uns mit einer, vom Tal und dem weiter entfernten Meer her wehenden, kühlenden Brise.

 

Unsere Wünsche sind klar und bedürfen keiner Wein- und Speisekarte.

 

Als Horsd'oeuvre bestellen Helge und Renate für uns alle kleine Häppchen verschiedener Thaigerichte - z.B. Fishballs, Fishküchlein mit Octupus, Saté-Spiesschen, frittierte Frühlingsrollen usw., sowie den jeweils dazu gehörenden Saucen.

 

Appetizer

 

Als Hauptgang wählen wir einstimmig Spaghetti mit Seafood und die Krönung, auch für die Damen, ist der herrliche Rotwein aus der angeschlossenen Winery.

 

Es ist ein wirklich hervorragender Premium Shiraz 2016.

 

Ja Helge, das ist der Richtige!

 

 

Nun mag das Baden in einer kleinen, thailändischen Meeresbucht wundervoll sein.

 

Aber das Essen und der Shiraz hier im Monsoon Valley sind in jedem Falle eine stimmige und gleichwertige Alternative.

 

So lebt Gott wohl nicht nur in Frankreich und Spanien, ja, er muss auch eine

Dependance in Thailand besitzen :-)

Mittwoch, 20. Februar 2019

HuaHin - Elephant Camp

 

Die zwei Unbelehrbaren....heißen Helge und Frank.

 

Wir sind heute Mittag wieder einmal zu Fuß, auf Thailands staubigen Straßen, unterwegs. Wieder einmal steht die Sonne in ihrem Zenit, scheint unerbittlich auf uns herunter.

An der Aussenwand eines kleinen Cafes finden wir ein Thermometer, welches

uns + 34° C im Schatten !!! zeigt.

 

Und warum nun dieser Marsch?

Nun Helge hatte schon vor Tagen den Wunsch geäussert "Laß uns doch mal Elephanten gucken".  

Ich hatte dazu eigentlich keine Lust, denn diese niedlichen Tierchen können wir auch zuhause in jedem Zirkus und Zoo bewundern und teilweise sogar anfassen.

Doch Helge begleitet mich auf meinen Wunschtouren und so bin ich an ihrer Seite auf ihren Trips.

 

Momentan ist es 11.30 Uhr und wir rasten im Schatten eines grösseren, momentan geschlossenen, Restaurants. Der Luftigkeit wegen besitzt dieses keine Wände.

 

So haben nicht nur wir freien Zutritt, sondern auch ein grösseres Rudel wilder Hunde.

Diese liegen völlig relaxt, die Beine von sich gestreckt, zwischen den Stühlen und Bänken des Etablissements.

Alle dösen vor sich hin und nehmen kaum Notiz von uns.

 

Helge zuckt bei deren Anblick kurz zurück, doch ich bedeutete ihr sich nicht um die Viecher zu kümmern.

Jetzt, mit hochroten Köpfen, unsere Kreisläufe absolvieren wohl gerade ein Stressprogramm, sitzen wir hier und trinken gierig das bißchen Wasser, welches wir von zuhause mitnahmen.

 

Der Blick auf mein Smartphone, unsere heutige Route habe ich dort hinterlegt, zeigt mir, daß es bis zu unserem Ziel nur noch ca. 1 km weit sein soll.

Dort liegt dann hoffentlich das von der Touristik hochgelobte Elephant Camp, idyllisch am Rande weiter, grüner Natur. 

So packen wir unseren Krempel zusammen und machen uns für die letzte Etappe auf die Socken.

 

Zwischendurch wundern wir uns schon, daß wir bisher keine Wegweiser zu dieser Attraktion finden konnten. Aber der Grund dafür liegt sicherlich darin, daß 99,9% der Touris mit dem Bus oder dem Taxi anreisen und deren Fahrer kennen den Weg und benötigen keine Hinweisschilder.

 

Wir sind offensichtlich wohl doch manches Mal Exoten.

 

Der Verkehr nimmt zu und der Staub der Straße auch. Rechts taucht unscharf durch die von den Autos aufgewirbelten Staubwolken eine buddistische Gedenkstätte auf. Die Statuen dort sind umgeben von einer Heerschar bunter Hühner aus Gips.

Fragt jetzt bitte nicht nach deren Bedeutung!

 

Hühner aus Gips - an einem budd. Tempel

 

Links und rechts der Straße finden sich verlassene, heruntergekommene Hütten. Eine Vielzahl offensichtlich kaputter Geräte steht hier in der Gegend rum und in einer Hänge-

matte, zwischen zwei Bäumen, verbringt ein Einheimischer seine Mittagszeit.

 

Wir sind angekommen und bei dem was ich sehe, steigt mir die Frustration bis

zur Halskrause.

 

Gleich nach dem windschiefen Eingangstor - die Shilo-Ranch lässt grüssen - linker Hand ein mehr als baufälliges Gebäude, welches offensichtlich eine Restauration beherbergen soll. Ein paar Handwerker, barfuß in Gummisandalen!!, hantierend ohne Handschuhe und Augenschutz, aber mit Flex und Schweissgerät, ziehen neue Dachflächen ein. Nun, die Regenzeit beginnt alsbald und dann sollte zumindest das Dach einigermaßen dicht sein.

 

50 m weiter sehe ich jetzt offene Boxen und darin eine halbe Handvoll Elephanten.

 

Elephant Camp

 

Einem war's dort wohl zu langweilig. Jedenfalls hat er sich davon gemacht und steht jetzt dekorativ im Grünen.

 

Asiatischer Elefant - wer hätte das gedacht?
Asiatische Rinder - auch das gab's auf dem Weg zum Elephant Camp

 

Mehr ist hier nicht los!

 

Doch, da kommt gerade ein Kleinbus angedüst mit einem knappen Dutzend chinesischer Touristen.

Da kommt dann doch Bewegung in die Gruppe der herumstehenden und sich langweilenden thailändschen Mahouts.

 Einer erklärt in schlechtem Englisch, daß das Füttern derTiere Bht 100,--/Besucher, das ca. 30-40 minütige Reiten Bht 1.000,--/Besucher und das Waschen der Tiere Bht 600,-- kosten würde.

 

Ist das nicht grosse Klasse - wenigstens die Preisliste ist komplett!

 

Ich schaue Helge an und erkenne, daß sie Enttäuschung empfindet, so wie ich auch!

 

Der Rückweg nach Hua Hin verläuft viel rascher als der Herweg - kein Wunder nach diesem Erlebnis!

 

In Hua Hin angekommen strecken wir die Beine in einem kleinen Straßencafe und Helge tröstet ein wenig der Inhalt einer kühlen Kokusnuss und mich ein heisser Espresso und ein Soda ohne Eis.

 

Momentan

sind wir

zuhause - zuhause