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Dienstag, 15. Oktober 2013

Tarragona - Benicarló

 

Unser Kühlschrank ist leer. Unser Frischwassertank ist auch leer und der Ab-

wassertank ist dafür voll.

 

Es ist Zeit aufzubrechen und diesen schönen Platz zu verlassen.

 

Wir verabschieden uns von unseren englischen Nachbarn, die aufgeschlossen

und hilfsbereit waren, als wir mit dem Trinkwasser knapp wurden.

 

Jetzt müssen wir dringend mal wieder das Grauwasser entsorgen und vor allem

Trinkwasser finden.

Helge treibt im Womo-Führer eine geeignete Stelle auf. Das Wasser ist aller-

dings, so stellen wir später fest, sehr kalkhaltig. Da setzt sich der abgeson-

derte Kalk nach dem Kochen als "Kies" am Tassenboden ab.

 

Aber das soll ja gut für's Knochengerüst und die Zähne sein:):):)

 

Ein paar Meter weiter finden wir um die Ecke eine freie Stellfläche direkt am Meer.

Es ist zwar noch ein wenig früh, aber wir wollen ja künftig etwas langsamer rei-

sen.

 

Übrigens haben wir heute die Grenze von Katalonien nach Valencia überschritten.

 

 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Benicarló - Alcanar - Denia

 

Noch vor Sonnenaufgang bin ich auf und fotografiere so ein bißchen. Die Stim-

mung ist wundervoll und die Farben wechseln vom schwarz ins blau und dann

ins orange.

 

Wir stehen mit unserem Hanni direkt am Ufer auf einer ca. 5 m hohen Klippe

über dem Wasser. Es ist noch ganz still an Land, nur auf dem Wasser brummt

ein Diesel. Das ist wohl ein Fischer, der die Beute der Nacht nach Hause schleppt.

 

Freies Stehen bei Benicarló
Immer wieder schön

Jetzt sind wir auf dem Weg Richtung Peniscola. Das sind ein paar Meter zu

fahren, aber wir sind mit der Zeit (wegen der Pyrenäen) auch ein wenig hinter-

her.

 

Es rollt sich gut auf der Schnellstraße, das genießen wir nach der vielen Kurbe-

lei und den teilweise stark geflickten Straßen im Hinterland. Die ersten Zitrus-

plantagen tauchen am Wegesrand auf.

 

Übrigens beträgt die Aussentemperatur jetzt um 10.00 Uhr 32°C.

 

Immer mal wieder sehe ich (Kontrollfreak) auf mein Display und kontrolliere

den Stromertrag von unserem Booster. Das macht Freude, wenn sich die Bat-

terien sichtbar füllen.

 

Und dann plötzlich Feierabend!!! Der Booster hat seine Arbeit eingestellt und

unsere Batterien sind bei 60 %. Bisher so ein Klasseteil - und jetzt dies.

 

Wir fahren auf eine Rastanlage und ich telefoniere mit unserem Händler. Zu

kontrollierende Sicherungen werden genannt und alle sind intakt.

 

Nachdem ich zusätzlich noch eine Sicherung ziehe, resetet das Zenec und wir

sitzen ohne Radio, Navi, DVD und Rückfahrkamera da. Das Beste ist aber,

daß wir den Eröffnungscode 3mal falsch eingeben und das Gerät völlig abstellt.

Kein Zugang mehr und der Händler teilt uns mit, daß das Teil auszubauen und einzusenden sei.

Allerdings nennt er uns für Spanien auch den Generalimporteur, der in Valen-

cia ansässig ist. Gut, gut, wir stehen 20 km vor Valencia und finden nach

vielen Versuchen - kein Navi, keine Stadtkarte - sein Büro.

 

Kurz und gut - 2 Tasten gedrückt und einen mehrstelligen Code eingegeben

und wir waren wieder auf Empfang.

 

Die Nacht verbringen wir in der Nähe von Denia freistehend am Wasser. Morgen

werden wir uns um den Booster kümmern und - na wir werden sehen.

Der lief uns vor Denia über den Weg
Bei genauem Hinsehen - alles nur Blech

 

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Denia - Oliva

Übernachtungsplatz vor Denia


Die Nacht war ruhig, nur das Rauschen des Meeres war zu vernehmen. Ich habe

trotzdem unruhig geschlafen, Helge auch.

 

Wir haben mit einem Bosch-Dienst in Denia telefoniert und sind auf dem Weg zu

ihm. Freude kommt auf, als er mir in schlechtem Englisch erklärt, daß er Wohn-

mobile nicht anfäßt. Das sei ihm zu kompliziert.

Ich drehe mich um und gehe - soll er sich doch weiter um seine Seats küm-

mern.

 

Über's Internet treiben wir einen Womo-Händler in Oliva - ca. 25 km nördlich von Denia auf. Also, auf geht's nach Oliva.

 

Um es kurz zu machen - am Freitag haben wir um 10.00 Uhr einen Termin. Der

Elektriker ist heute aushausig.

 

Jetzt haben wir gerade noch auf der Post ein Päckchen für die Lieben zuhause aufgegeben und auf einem Campingplatz für eine Nacht eingecheckt.

 

Helge ist am Superstrand beim Schwimmen und Sonnen und ich arbeite am

Laptop. So ist das, wenn man sich eine Internetseite zulegt.

 

 

 

Freitag, 18. Oktober 2013

Oliva

 

Ich öffne die Augen und denke "Tag der Entscheidung". Um 10.00 Uhr haben

wir unseren Termin und sind pünktlich.

 

Schon in der Nacht hatte ich überlegt, daß zuerst nochmals alle relevanten

Sicherungen zu checken sein werden. Zwei hatte ich geprüft und zwei standen

noch zur Prüfung an. Das hatte ich aber erst am späten Nachmittag nach noch-

maliger Rücksprache mit meinem Allgäuer Händler erfahren.

 

Na, so war es dann auch. Der Eingang des Booster hatte keine Spannung und

der nächste Schritt war dann die Kontrolle der 50 A Sicherung an der Starter-

batterie.

 

Hurra!!!! Die Ursache war gefunden, die fehlerhafte Sicherung durch meine Er-

satzsicherung rasch ausgetauscht und die Lämpchen am Power-Display flacker-

ten bunt wie eh und je vor sich hin.

 

Klasse - alles paletti - der Tag gerettet.

 

€ 30,-- kostet der Spass und ein Trinkgeld für den Monteur. Das hätte wesent-

lich teurer ausgehen können.

 

Helge und ich verständigen uns auf eine weitere Nacht auf dem Campingplatz.

 

Dort angekommen bekommt Hannibal seine längst fällige, intensive Hand-

wäsche. Dem Schmutz und vor allen Dingen dem Meersalz der letzten Wochen

geht es an den Kragen.

Es ist unglaublich, wieviel Salz sich durch das am Meer stehen auf dem Lack mit

der Zeit niederschlägt.

 

Der Rest des Tages ist dem Sonnen und Baden am Meer vorbehalten. Der Him-

mel ist wolkenlos, die Aussentemperatur liegt bei 28°C und eine leichte, kühlen-

de Brise kommt vom Meer.

Ach ja, der Sand hier ist einfach traumhaft pudrig und sehr hell. Bei jedem

Schritt versinken darin die Füsse fast bis zu den Knöcheln.

 

Zur Feier des Tages machen wir jetzt eine, die letzte, Flasche Cava auf und ge-

niessen den Abend draußen bei Weißbrot, Oliven, Schinken und Käse.

 

Manchmal ist das Leben eine Wucht!

 

Samstag - Sonntag, 19. - 20. Oktober 2013

Oliva

Nun haben wir uns entschlossen, nachdem der Campingplatz allen Komfort

bietet, noch bis Montag zu bleiben.

 

Auch das Wetter soll mitspielen, so daß wir die nächsten Tage mit faulenzen,

sonnen, baden, wandern, schlafen, essen, trinken und planen verbringen

werden.

 

Am Montag geht's dann wieder los, weiter Richtung Alicante, bzw. Murcia.

 

Oliva - Rückkehr vom Strand

Montag, 21. Oktober 2013

Oliva - Denia

 

Heute ist Abreisetag. Vormittags sind wir am Strand und ab 14.00 Uhr packen

wir unseren Krempel zusammen.

 

Komplette Ent/Versorgung nochmals und dann verabschieden wir uns von

dem freundlichen, älteren englischen Ehepaar. Er kurz von seinem 80igsten

und sie wird 56 Jahre. Wirklich sympatische Menschen und im Gespräch mit

ihnen konnte ich meine Englischkenntnisse doch gehörig aufpolieren.

 

Überhaupt haben wir mit unseren Freunden von der anderen Seite des Kanals

nur prima Kontakte gehabt. Da flogen doch immer mal wieder alte Vorurteile

bei mir über Bord.

 

Wir fahren nach Denia zu unserem Schlafplatz, den wir anlässlich der Booster-

Misere benutzt hatten. Schön ruhig und am Meer gelegen.

 

Jetzt ist es 21.15 Uhr und das Thermometer zeigt noch immer 22° C. Durch

den Seewind fühlt sich das doch kühl an und ermöglicht erholsamen Schlaf bei

offenen Fenstern. (Wir haben keine Angst vor dem schwarzen Mann)

Dienstag, 22. Oktober 2013

Denia - Benidorm - St. Juan d.Alacant

 

Erst um 11.00 Uhr kommen wir wieder ins Rollen. Einkauf bei Lidl und hurra,

gegenüber ist gleich noch eine Camping-Fachhändler.

Dort finden wir auch das Gesuchte (Aktivkohlefilter f. SOG, Abluftschlauch für

SOG, Panzerband und div. Kleinteile).

 

Helge ist beim Friseur und ich durchstreife Denia auf der Suche

nach interessanten Motiven.

 

Denia hinter der Promenade
Teilansicht Castell
Denia - Altstadt am Hafen

Die gut ausgebaute Schnellstraße führt uns mehrfach vom Meer ins bergige

Hinterland und zurück.

Die Landschaft ist äusserst karg, die Berge teilweise kahl, hier sieht der Rei-

sende schon im Ansatz die Auswirkung der Desertifikation.

 

Eindrücke, die wir von Bildern aus dem Südwesten der USA kennen.

Hier gibt es auch Kakteen, Aloe und Feigenkakteen.

Feigenkaktus - Teilansicht

Neben den vielen schönen Bilder finden wir leider auch, gerade an den schöns-

ten Küstenabschnitten, weniger attraktives.

Hier wurde vor Jahren gebaut, was das Zeug, bzw. die Betonmischmaschine

hergab.

Täler und Hügel in bester Lage wurden mit architektonischen Sünden gepflastet.

Ergebnis des Tourismus
dito

Benidorm - schon der erste Eindruck zwingt mich fast zur Umkehr! Nur Helges

Überredungskunst hält mich davon ab.

 

Eine Skylinie, die wir in dieser Art bisher in Deutschland noch nicht gesehen haben.

Ein Hochhaus neben dem anderen mit bis zu 25 Stockwerken bilden Straßen-

schluchten und ein Gewusel von Pkw's, Rollern und Fußgängern bahnt sich darin

einen Weg.

Der Hit ist allerdings der Stadtstrand - siehe Bilder. Ansonsten möchten wir uns

nicht dazu äussern.

 

Benidorm
Massenfußdusche
Benidorm Stadtstrand
Sandkünstler
Benidorm in der Nachsaison

Der Rest ist gleich erzählt.

 

Weiterfahrt nach S.Juan d'Alacant. Übernachtungsplatz finden wir ruhig hinter

dem Hospital.

Ach ja, um 21.00 Uhr haben wir noch 25,8 °C!!!.

 

Allerdings rumpelt es um 12.00 Uhr nachts - es sind die Männer der Müllent-

sorgung.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

S.Juan d'Alacant - Alicante - San Pedro del Pinatar

 

Es ist Schlag 8.00 Uhr und das Aussenthermometer zeigt 19°C.

 

Helge überredet mich, und das ist in diesem Fall nicht schwer, zu einem flotten

Marsch die Uferpromenade rauf und runter.

 

Diese Promenade hat es wirklich in sich. Der Strand ist 2.980 m lang und

100 m breit.

 

Zwischen Sandstrand und Straße wurde eine breite, mit verschiedenen Moti-

ven gepflastete Flanier-, Lauf-, Rad- und Zeige-mich-Meile geschaffen. Auch

hier Komfort jeglicher Art für die Gäste und auch die Rollstuhlfahrer finden

ihren Weg bis dicht ans Meer.

 

Diese Meile wird von jung und alt schon früh am Morgen rege genutzt.

 

Ganz allgemein macht die ganze Stadt auf uns einen sehr gepflegten und ansprechenden Eindruck.

 

Eine halbe Stunde später finden wir uns in Alicante wieder.

 

Eine Stadt, die offensichtlich aus ihren Nähten zu platzen scheint. Eng ist der

Raum zwischen Meer und Berge und so werden die Häuser dicht und hoch ge-

baut. Ausserhalb finden sich dann die Neubauviertel und Gewerbezonen.

 

Wir haben uns Alicante nicht genauer angesehen, sondern haben uns ein paar

Eindrücke bei der Durchfahrt verschafft.

 

Anlässlich unserer Weiterfahrt verlassen wir die Region Valencia und finden uns

in der Region Murcia wieder.

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