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Montag, 12. Dezember 2016

Hua Hin

 

Wie schon angekündigt, durften wir gestern Max kennenlernen und es wurde ein sehr interessanter und vergnüglicher Abend.

 

Max war und ist noch immer viel unterwegs, ver-bringt aber fast die Hälfte des Jahres hier in Thai-

land.

 

Da ist er natürlich für uns eine Fundgrube an Wissen um dieses Land, seine Menschen und deren Befind-lichkeiten.

 

Max and me

 

Und so gab es viel zu plaudern, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Da trafen sich dann offensichtlich drei Gleichgesinnte zumal Max auch, für jeden Thailandinteressierten, eine informative und interessante Website www.maxlehmann.ch betreibt.

 

Daß das gute Essen in Kim's Kitchen und ein paar Schluck Chang zu der positiven Gesamtstimmung beitrugen, muß ich nicht extra erwähnen.

 

Damit ist auch klar , daß es in der nächsten Zeit ein erneutes Treffen geben wird.

 

 

Freitag, 16. Dezember 2016

Hua Hin

 

Wir wollen heute auf dem Markt und sind momentan in einem kleinen, grünen Bus dorthin unterwegs.

 

Hier im Nahverkehr pendeln permanent offene Busse von der Grösse eines Sprinters.

Einen Fahrplan gibt es nicht, aber länger als 10 Minuten braucht keiner zu warten.

 

Wer mitgenommen werden möchte, stellt sich ein-fach an den Strassenrand und hält die Hand raus, der Bus hält und der Passagier kann zusteigen.

 

Heute ist der Bus übervoll und so hängen nicht nur wir, wie die Affen, fast aussenbords an in der Sonne glänzenden Edelstahlstangen.

Und ordentliche Haltestellen gibt es eigentlich auch nicht. Warum auch?

 

Wer aussteigen möchte, der betätigt eine der im und am Wagen angebrachten Klingeln und schon steuert der Chauffeur sein Fahrzeug links an den Straßen-

rand. Anschließend wird der Pauschalpreis von Baht --,10/Person (€-,25) vorn beim Fahrer beglichen.

 

Das geschieht völlig problemlos und keiner scheint sich zu drücken!

Zwischenzeitlich haben wir den Markt erreicht. Dieser findet täglich statt und mir scheint, ganz Hua Hin ist hier und heute unterwegs.

 

Helge möchte zum Wollhändler und ich werde mir jetzt in aller Ruhe die ganze Geschichte mal ansehen.

Mein Blick schweift die Straße rauf und runter. Ich entscheide mich für die rechte Strassenseite und spaziere los. Die Strassenränder sind restlos voll-

geparkt mit den Lastenträgern der Einheimischen, sprich ihren Mopeds und Rollern. Alle stehen hier hübsch in Reih und Glied und "warten geduldig" auf

ihren Einsatz.

 

So bleibt mir für's Vorankommen nur der Gehsteig unter Arkaden und aufgespannten Sonnenmarkisen.

 

Doch ich muss dort schon ziemlich aufpassen um mir nicht den Kopf anzu- stossen.  Die Markisenhöhe ist für Thais richtig, für mich normalgewachsenen Mitteleuropäer manches Mal jedoch fast zu niedrig.

 

In Reih' und Glied
Marktgewummsel
Marktgewummsel
Jung und Alt
Trés chic

Mein Vorankommen gestaltet sich weiter schwierig. Die schmalen Gehsteige sind nicht allein den Fuss-gängern vorbehalten, sondern auch noch Erweite-

rungen der Verkaufsflächen. Und ein Gewummsel ist das hier - unvorstellbar für den, der dies noch nie erleben konnte.

 

Auch in Thailand scheinen viele dem Glückspiel und der Lotterie gewogen. Alle 10 m befindet sich hier ein simpler Stand. Dieser besteht aus einer in 45° aufgestellten Holzplatte, Format 100 x 150 cm. Darauf finden sich die Papierlose in Reih und Glied angeheftet und ein jeder Mann oder Frau kann sich nach Entrichtung des Lospreises eines aussuchen.

 

Tja, da stehen dann nicht nur 2-3 Thais davor, sondern es bilden sich ganze Menschentrauben und ein jeder möchte so einen Papierschnippsel erwer-ben.

 

Lotteriestand

Die Ladengeschäfte sind zur Straße hin völlig offen. Ähnlich unseren Garagen und vorn genauso mit einem Rolltor zum Verschließen versehen.

 

Hinter dem Verkaufsraum befindet sich in der Regel noch ein weiterer kleiner Raum, der als Küche, Esszimmer und Wohnzimmer herhalten muss. So

eine Art Allraum, in welchem sich das tägliche Leben hier abzuspielen scheint.

 

In diesen Läden findet der Suchende jegliches für den täglichen Bedarf - sozusagen von der Babywindel bis zum Sargnagel.

 

Hier gibt es Schuhe, Kleidung, Elektroartikel, Kurzwaren, es finden sich kleine Reparaturbetriebe, Suppenküchen, Guesthouses und Restaurantes, Cafés und und und....

 

Gerade stehe ich vor einer kleinen, schmalen, aber stark frequentierten Querstrasse. Nein, es ist eigentlich eher ein Weg, welcher in einen Hallen- komplex zu führen scheint.

 

So entschliesse ich mich ihm zu folgen. Es ist ziem-lich duster und meine Augen gewöhnen sich nur langsam an diese diffuse Beleuchtung.

 

Freunde, hier wird die Nahrungsvielfalt dieses Landes offeriert. Es ist schier unglaublich, denn die Tische biegen sich förmlich unter der Last der Fülle und Frische.

 

Es gibt Koriander, Basilikum, Minze, Chilli, Ingwer, Currypulver, Gewürznelken, Palmzucker, Pandan-blätter, Sternanis, Zitronengras, Fingerwurz,

Fisch- und Sojasoße, Knoblauch, Kurkuma, Limetten und deren Blätter, Papayas, Mangos, Ananas, Melonen, Granatäpfel, Pomelos, Mandarinen,

Babybananen, Mangostan, Durian, Baumstachel-beeren, Trauben, Cherimoja, Drachen- und Jack-früchte, Kakis, Kokosnüsse, Fleisch vom Rind, Schwein, Huhn und der Ente, alle Krustentiere des Meeres, von der kleinen Krabbe bis zur mächtigen Languste.

Und die Fische, ja die Fische liegen, frisch aus dem Meer schön auf Eis, umringt von kleinen und großen Muscheln aller Art.

 

Soll ich weiteraufzählen? Nee ne, ich denke es reicht und ein Jedermann sollte sich nun noch möglichst die dazugehörenden Düfte vorstellen.

 

Marktgasse

 

Kein Wunder bei diesem Angebot, daß die Thai offensichtlich gerne und üppig essen. Mir scheint, sie essen fast immer. Während der Arbeit wird hier gegessen und während des Essens wird gearbeitet. Ganz nach Bedarf.

 

Auf dem Boden sitzend, auf dem Gehsteig, in der Küche oder im Verkaufsraum. Es findet sich offen-sichtlich immer ein Plätzchen, um sich dieser genussvollen Tätigkeit hingeben zu können.

 

Essen besitzt offensichtlich für die Thai einen hohen Stellenwert und so sind die Menschen hier für mich ein Volk von Geniessern,denn nirgendwo habe ich, nur noch in Vietnam, dies in dieser Form festgestellt.

 

Suppenküche an einer Straßenecke

 

Zwischenzeitlich habe ich es mir in einem kleinen Straßencafé gemütlich gemacht und schlürfe genuss-voll einen heissen Espresso.

 

Da taucht Helge auf, setzt sich zu mir, bestellt sich auch so ein Teil und gemeinsam beobachten wir schweigend des Treiben vor uns auf der Straße.

 

Jetzt ist es 13.30 Uhr und mein leichtes Hungerge-fühl stille ich in einer Suppenküche gleich nebenan.

"Meine" Suppenküche

 

Lecker, lecker und jederzeit zu geniessen sind diese Suppen hier. Zur Abwechslung gibt's heute mal als Einlage zu den Nudeln Ente und nicht Hühnchen.

 

Heiss ist sie und scharf. Wer Sie schärfer machen möchte, kann dies mit zusätzlich Chilli, Fischsoße und einer Prise Zucker tun.

 

Jetzt noch etwas frischen Basilikum oben drauf und der Genuß kann beginnen!!!

 

Erst am späten Nachmittag sind wir wieder in unserem Apartment zurück und Helge und ich stellen übereinstimmend fest: Das war ein wirklich schöner und interessanter Tag!

 

 

Montag, 19. Dezember 2016

Hua Hin

 

Wie wär's mit einem kleinen Snack so zwischendurch? Da können wir dann

mal was ganz, ganz Leckers anbieten:

 

Seidenraupen, frisch vom Zweig, lecker geröstet und

mit Gewürzen verfeinert.

 

Hervorzuheben ist ihr absolut nussiger Geschmack.

 

oder

 

 

 

Schwarze Grillen, die Deli- katesse frisch aus dem

Reisfeld gepflückt.

 

Ein exotischer Geschmack - die erste Wahl bei Lieb-habern.

 

oder

 

 

 

Bambusmaden, im Set mit den beiden vorgenannten Delikatessen.

 

Das Set für den Kenner - sehr gehaltvoll.....

 

Diese Angebote entdeckten wir gestern Abend auf unserem Bummel über einen

Nachtmarkt.

 

Können wir sehr, sehr empfehlen!!!! Probiert doch mal und teilt uns dann mit, wie's geschmeckt hat - wir haben sie nämlich noch nicht probiert. :-)

 

 

Samstag, 24. Dezember 2016 - Heiligabend

Hua Hin

 

In den vergangenen Tagen ist die Temperatur auf

+ 30 Grad und mehr gestiegen. Über mangelnde Wärme können wir uns also beileibe nicht bekla-

gen.

Nachts läuft deshalb die Klimaanlage, die allerdings ziemlich trockene Luft produziert. So sind unsere Schleimhäute morgens aus getrockne und bedürfen immer nachhaltiger Pflege.

 

Die Trauerzeit hier in Thailand hat nachgelassen.

Vor einigen Tagen wurden die aufgestellten Gedenk-stätten abgebaut und zaghaft ein paar Lichterketten installiert.

 

Christbaum in einer Hotelhalle

 

Auch scheint hie und da jetzt mal ein geschmückter Christbaum auf. Meist in den Eingangshallen der Kaufhäuser und Hotels.

 

Farbe ist ebenfalls wieder eingekehrt, ins tägliche Leben der Thai und in die Schaufenster und Ausla-gen der Shops. Allerdings noch immer sehr zurück-

haltend.

 

Auch Helge, mein Directeur Artistique, hat sich um die weihnachtliche Verschönerung unserer hiesigen Bleibe gekümmert und fleißig kleine Engel gehäkelt.

Auf einen Weihnachtsbaum aus Plastik haben wir bewußt verzichtet und uns eine kleine Lichterkette gegönnt.

Unser "Weihnachtsbaum"
Handgehäkelter Engel im Größenvergleich

Bereits gestern und auch heute Vormittag wurden die letzten Lagerbestände der Kaufhäuser, vorwiegend der Lebensmittelabteilungen, leer gekauft.

 

Nicht nur die Farang beteiligten sich an dieser Aktion, in hohem Maße auch die Einheimischen. Klar, Weihnachten ist bei ihnen eigentlich kein Festtag, aber wer schenkt nicht gerne und wer lässt sich nicht gerne beschenken?

Vor allen Dingen die von den Kaufhäusern zusam-mengestellten Geschenkkörbe fanden reissenden Absatz.

 

Diese sind in erster Linie mit westlichen Genuß-mitteln bestückt und kosten zwischen Bht 1.000,-- bis Bht 2.000,-- (€ 25,-- - € 50,--). Für Unsereins

mag das keine große Sache sein, für einen durch-schnittlich verdienenden Thai schon.

Geeschenkkörbe - der Verkaufsschlager

 

Zur Mittagszeit haben wir uns Phat Thai (gebratene Nudeln auf thailändische Art) von der "Straße" geholt und genüßlich auf unserem Balkon verzehrt.

 

Phat Thai - so ein herrliches, einfaches Essen

 

Tja, und nachdem heute Heiligabend ist, bekam Helge vom Weihnachtsmann ein hübsches Präsent, über welches sie sich offensichtlich sehr gefreut hat.

 

Ich allerdings bekam nichts! :-(

 

Das war mir schon im Vorfeld klar geworden, denn böse Buben werden an diesem Festtag nicht auch noch mit Geschenken bedacht.

 

Zum Abendessen in einem trad. Restaurant hatten wir keine Tischbestellung vorgenommen. Trotzdem erhielten wir einen hübschen, luftigen Zweiertisch

mit interessanter Aussicht ins Lokal.

 

Ja, und so habe ich, wegen der mir entgangenen Bescherung, zum Essen ein halbes Dutzend Tiger Prawns, gegrillt und mit Butter köstlich abge-schmeckt bestellt. Dazu gab's Knoblauchreis. Helge folgte meiner Wahl, allerdings mit einer anderen Soßenvariante.

 

Doch vorher brachten wir uns erst einmal richtig in Esslaune, mit einem Shrimp-Cocktail und mit Käse überbackenen Muscheln.

 

Tiger Prawns - Originalzustand ca. 30 cm lang

 

Es ist jetzt 22.30 Uhr und mit dem Taxi geht's nach Hause zu einem ruhigen Ausklang des Tages.

 

Abendtaxi

 

Fortsetzung siehe Reisen 2017 - Thailand III - klick

Momentan!

Reisepause!

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